In meinen Bildern versuche ich die unterschiedlichsten Schichten meiner Erfahrungen und Erinnerungen immer wieder neu zu mischen.

Dabei entsteht eine „Inbetween-Gegenwart“ – ein Zustand des Übergangs, ein Zustand von Zeit- und Ortlosigkeit.

Es entstehen Bild-Räume, Räume, in denen Gegenwart und Vergangenheit miteinander verschmelzen.

Viele Erfahrungen und Eindrücke, die ich auf Reisen z.B. durch die Amerikas, Australien, Neuseeland, Afrika und Asien gesammelt habe, bilden u.a. die Basis für meine Arbeiten.

SHIKASTA
Das aus dem Persischen stammende Wort „Shikasta“ steht sinngemäß für etwas Zerstörtes, etwas Zerbrochenes. Dieses Zerbrechen bedeutet zugleich ein Öffnen, ein Aufbrechen tieferer Schichten der Erinnerung.

Sequenzen des Vergangenen werden eingefangen, Fragmente der Erinnerung blitzen auf. Erlebtes, Erfahrenes oder Gedachtes wird hervorgeholt, neu beleuchtet, neu erblickt.

Im Reich der Erinnerung gibt es keine streng chronologische Reihenfolge. Das Heute verbindet sich mit dem Früher, die Erinnerungsebenen vermischen sich.
Es entsteht ein neues Bild, eine neue Geschichte.

Ich verwende die Methode des Samplings und der Collage, nehme Versatzstücke und setze sie zu neuen Mustern zusammen.

Es geht mir nicht um die Abbildbarkeit von Wirklichkeit.  Es geht ums Weglassen - wie in der Poesie. Das Geheimnis, das Rätsel.
Im Vordergrund steht nicht, was dargestellt wird, sondern wie etwas gesehen wird.

Ausschlaggebend ist die Komposition. Sie folgt ihren eigenen Gesetzen, unabhängig von der realen Ausgangsposition.